Websites in der Türkei mit VPN freischalten – so geht's
Türkische Nutzer umgehen seit 4 Jahren Websperrungen und Social-Media-Blockaden erfolgreich mit VPN-Diensten
Websperrungen sind weltweit ein bekanntes Phänomen – auch das Nachbarland Ukraine, die Türkei, hat damit Erfahrungen gemacht. Dort wurden beliebte Social-Media-Plattformen blockiert, doch viele Nutzer lernten schnell, diese Sperren zu umgehen.
Im Frühjahr 2014 kündigte Premierminister Recep Tayyip Erdoğan an, Twitter vollständig zu sperren, nachdem dort Links zu Materialien veröffentlicht wurden, die Mitglieder seiner Partei belasteten. Damals prägte er den berühmten Satz zur Twitter-Blockade: «Wir werden Twitter abschalten – und es ist mir egal, was die internationale Gemeinschaft dazu sagt». Doch wie reagierten die türkischen Bürger darauf?
Das Ergebnis war, dass viele Türken VPN zum ersten Mal kennenlernten und dessen Nutzen entdeckten. Nach der richterlichen Entscheidung, Twitter in der Türkei zu blockieren, erfreute sich die kostenlose Anwendung Tunnelbear großer Beliebtheit – sie ermöglichte, die Sperre buchstäblich in 5 Sekunden zu umgehen.

Diese Software ändert die IP-Adresse von einer türkischen auf eine ausländische (USA, Rumänien, Deutschland), wodurch die Blockade umgangen wird. Heute ist sogar Wikipedia in der Türkei gesperrt. Lokale Journalisten, die über die Geschichte der Twitter-Sperre berichten, müssen auf Wikipedia zugreifen – und tun dies natürlich über VPN.
Darüber hinaus ist VPN für Türken bei Notfällen nützlich. Es ist bekannt, dass in der Türkei häufig lokale bewaffnete Konflikte und Explosionen in Wohngebäuden vorkommen, die zu vielen Opfern führen. In solchen Momenten beginnt die sogenannte «Bandbreitendrosselung». Die türkischen Behörden blockieren den Internetzugang nicht komplett, verringern aber die Bandbreite so drastisch, dass viele Menschen nicht einmal eine Textnachricht auf Twitter schreiben können und Videos von Ereignissen auf YouTube hochzuladen unmöglich wird.
Sind kostenlose VPNs sicher?
Nach unbestätigten Berichten bedienen einige kostenlose VPN-Anbieter ihre Kunden, wann es ihnen passt. Oft gibt es Vorwürfe, dass sie die Besuchshistorie speichern und persönliche Daten sammeln, ohne dass Nutzer zustimmen. Daraus folgt: VPN-Anbieter sollte man sorgfältig auswählen.
Kostenpflichtige VPN-Dienste sind die bessere Wahl. Für eine kleine monatliche Gebühr erhalten Sie eine professionelle Anwendung, die wirklich schnellen und vertraulichen Zugang zu benötigten Websites bietet. Mit Jahresabos sinken die monatlichen Kosten erheblich. Wenn Sie also eine Liste gesperrter Ressourcen in Ihrem Land haben, nutzen Sie ein Jahresabonnement von RocketVPN.



