Alkoholbehörde blockiert erste 3 illegale Websites
Russische Behörden gehen gegen illegale Online-Alkoholverkäufe vor – erste Websites blockiert
Den restlichen Websites bleiben noch drei Tage, um rechtswidrige Inhalte zu entfernen, sonst werden auch sie für russische Nutzer blockiert. Laut Roskomsvoboda zeigen archivierte Versionen der Seiten im Google-Cache, dass diese medizinischen Alkohol in Behältern von 5 bis 20 Litern verkauften, mit Lieferung in ganz Russland zu deutlich unter Marktpreisen.
Nach Aussage von Vadim Drobiz, Direktor des Forschungszentrums für Alkoholmärkte, ist die illegale Produktion das Hauptproblem des russischen Alkoholmarkts. Das sogenannte „illegale Wodka" wird aus diesem gefälschten Alkohol hergestellt. Wenn die Großhandelsseiten für illegalen Alkohol geschlossen werden, kann der Handel mit gefälschtem Alkohol erheblich eingedämmt werden. Während der legale Wodka-Markt etwa 1 Milliarde einbringt, liegt der Schwarzmarkt bei rund 200 Millionen.
Zur Erinnerung: Der Online-Alkoholverkauf ist seit Oktober 2017 verboten. Früher musste Roskomnadzor eine Website nur nach entsprechender Anfrage der Alkoholbehörde blockieren. Heute kann die Behörde solche Seiten selbstständig blockieren, ohne auf einen Gerichtsbeschluss zu warten. 2017 betrug das Einkommen aus illegalem Online-Alkoholverkauf etwa 1,71 Milliarden Rubel, laut Group-IB.

Eine Legalisierung dieses Marktes wird seit Jahren diskutiert. Ein Gesetzentwurf wurde erarbeitet und wird derzeit in der Duma behandelt – er sollte 2018 in Kraft treten, das Finanzministerium verschob dies jedoch auf 2019. Das Gesundheitsministerium lehnt die Legalisierung von Online-Verkäufen ab, da Alkohol dann an Minderjährige und nachts verkauft werden könnte – was schwer zu kontrollieren ist. Das Finanzministerium plant jedoch, legale Alkoholverkäufe nur großen Großhandelsbetrieben oder direkt Herstellern zu erlauben.



